Antrittsvorlesung von Svenja Taubner

Am 23. Jänner 2014 hält Svenja Taubner – seit September 2013 Universitätsprofessorin am Institut für Psychologie|Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse   – ihre Antrittsvorlesung zum Thema

Entgleisungen in der Psychotherapie und Konsequenzen für die therapeutische Ausbildung

Donnerstag, 23. Jänner 2014
17.00 Uhr c. t.
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Stiftungssaal

Zum Inhalt des Vortrags

Brüche und Konflikte in der therapeutischen Beziehung sind konstitutiv für das therapeutische Arbeiten, ohne die eine Therapie stagnieren würde. Mit dem Konzept der unbewussten Rollenübernahme sowie dem Enactment stehen Instrumente zur Verfügung, die „Regelabweichungen“ der TherapeutInnen als notwendigen Teil des therapeutischen Prozesses reflektieren können.
In dem Vortrag werden die Erkenntnisse der Psychotherapieforschung mit den psychoanalytischen Konzepten des Agierens und Mitagierens (Enactment) verbunden und nachgezeichnet, wann Enactments chronifizieren und damit den therapeutischen Prozess hemmen bzw. zu Regelverletzungen führen, die die therapeutische Beziehung zerstören. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse zu missbräuchlichem Verhalten seitens der PsychotherapeutInnen werden Ansprüche an die psychotherapeutische Ausbildung formuliert und mit einer aktuellen Studie zur Kompetenzentwicklung von Psychotherapeuten in Ausbildung verbunden.

Zur Person

Svenja Taubner, geboren 1973 in Nienburg an der Weser, ist Professorin an der Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse|Institut für Psychologie der Fakultät für Kulturwissenschaften. Sie studierte Psychologie an der Universität Bremen und wurde 2007 „summa cum laude“ promoviert. Ihre Laufbahn führte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Universitäten Bremen, Ulm und Kassel. Sie stärkte ihren Fokus auf die Ausbildungsforschung im psychologischen Bereich in London, Denver, Delmenhort und Berlin. Nach einer Vertretungsprofessur im Fach Psychologie an der Universität Kassel nahm sie 2013 den Ruf an die Universität Klagenfurt an.

Forschungsschwerpunkte: Mentalisierung, Bindung, Adoleszenz, Gewalt, Neuronale Korrelate psychotherapeutischer Veränderung, Therapie-Ausbildungsforschung

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