Romila Thapar: Renommierte indische Historikerin an der Universität Wien

Am Dienstag, 20. April 2010, 18 Uhr, hält die indische Historikerin Romila Thapar im Kleinen Festsaal der Universität Wien eine Public Lecture zum Thema „Changing Interpretations of Early Indian History“. Am darauffolgenden Montag, 26. April, 17 Uhr, diskutiert die mehrfach ausgezeichnete Wissenschafterin bei einem Round Table über „Global Visions of the Past“ im Kleinen Festsaal.

Die Wahrnehmung der indischen Geschichte wandelt sich: Romila Thapar, emeritierte Professorin am Centre for Historical Studies in Neu Delhi, referiert über neue Interpretationen indischer Historie. Ursprünglich Thema der Fachrichtung Indologie, hat sich dieser Forschungsbereich im Laufe der Zeit immer mehr an die Sozialwissenschaften angenähert. Neben der Kolonialzeit und nationalistischen Tendenzen kommen im Vortrag auch postkoloniale Kritik von Wissenssystemen und sozialer Identität zur Sprache.

Biografische Angaben zu

Die Historikerin Romila Thapar, geboren 1931, ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der alten indischen Geschichte. Nachdem Thapar an der Panjab University in Chandigarh graduierte, erwarb sie einen Ph.D an der London University, an der sie auch als Lektorin tätig war. Ab 1970 bis zu ihrer Emeritierung war Thapar Professorin für „Ancient Indian History“ an der Jawaharlal Nehru University in Neu Delhi. 2008 erhielt sie den John-W.-Kluge-Preis für ihr Lebenswerk in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Thapar hat mehrere Ehrendoktorate inne, u.a. der University of Oxford und der University of Chicago.

Public Lecture: „Changing Interpretations of Early Indian History“

In ihrer Vorlesung greift Thapar neue Interpretationen der indischen Geschichte auf. Nach einer Einführung von Heinz W. Engl, Vizerektor der Universität Wien, hält sie den Vortrag „Changing Interpretations of Early Indian History“.

Zeit: Dienstag, 20. April 2010, 18 Uhr
Ort: Kleiner Festsaal, Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Nähere Informationen (PDF): https://unizeitung.univie.ac.at/fileadmin/images/2010/Thapar_Public_Lecture.pdf

Round Table on Historiographies East and West: Global Visions of the Past

Am Montag, 26. April, 17 Uhr, diskutiert die indische Wissenschafterin im Kleinen Festsaal der Universität Wien im Rahmen eines Round Table über Perspektiven der Geschichtsschreibung in Ost und West. Romila Thapar beleuchtet die vormodernen geschichtlichen Traditionen Indiens, deren Formen und Funktionen nun wiederentdeckt werden. Weitere TeilnehmerInnen: Daniel Woolf, Historiker und Rektor der Queens University (Kanada), und Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Sinologin und Vizedekanin der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Moderation: Mitchell G. Ash, Professor am Institut für Geschichte der Universität Wien. Zur Einleitung spricht Michael Viktor Schwarz, Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Zeit: Montag, 26. April 2010, 17 Uhr
Ort: Kleiner Festsaal, Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Nähere Informationen (PDF): https://unizeitung.univie.ac.at/fileadmin/images/2010/Historiographies_Roundtable.pdf

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.

Kontakt
Herbert Kamleitner
Interfakultäre Forschungsplattform und
Dokumentationsstelle für die
Kulturgeschichte Inner- und Südasiens
T +43-1-4277-414 74
herbert.kamleitner@univie.ac.at

Rückfragehinweis
Mag. Veronika Schallhart
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-175 30
M +43-664-602 77-175 30
veronika.schallhart@univie.ac.at
www.univie.ac.at/175

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