Spitzenforschung trifft auf Weltorchester

„Wiener Philharmoniker und MedUni Wien kooperieren bei Forschungsprojekt
für KrebspatientInnen“

(Wien, 28-05-2009) Im Rahmen einer Pressekonferenz, wurden heute,
Donnerstag, 28. Mai 2009, erste Ergebnisse eines einzigartigen Projekts
präsentiert, in dem die MedUni Wien mit den Wiener Philharmonikern
kooperiert.

Die Forschungskooperation der Wiener Philharmoniker mit führenden
Krebsforschern der Medizinischen Universität Wien erprobt den Einsatz
von live gespielter klassischer Musik in der Therapie für
Schwerstkranke. Peter Kalhs, wissenschaftlicher Leiter des Projekts
(Abteilung für Knochenmarktransplantation): „Das Ziel dieser Studie ist
der Einsatz und die Evaluation von Musik als Mittel der Verbesserung der
Lebensqualität von PatientInnen mit einer Stammzelltransplantation.“ Nur
1/3 der PatientInnen, die an der Studie teilgenommen haben, hatten
vorher bereits Bezug zur klassischen Musik. Die messbaren Auswirkungen
der Musikvorführen sind jedoch bei allen ProbandInnen der Gruppe gleich:
„Als Resulatat konnten wir bei allen 15 PatientInnen eine nachhaltige
Entspannung registrieren gekoppelt mit freudiger Erregung,“ so Kalhs.

Durch das Engagement der Wiener Philharmoniker ist es in diesem Projekt
möglich, ein hohes wissenschaftliches und herausragendes künstlerisches
Niveau zu gewährleisten. Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener
Philharmoniker, versteht diese Aktivität als Teil einer
gesellschaftlichen Verantwortung des Orchesters: „Wir befinden uns nicht
im Elfenbeinturm sondern sind Teil des gesellschaftlichen Prozesses –
Kunst hat immer auch eine ethische Dimension.“ .Für die Philharmoniker
birgt dieses einzigartige Projekt spezielle Momente: Daniel Froschauer,
der bereits an der Uniklinik gespielt hat, berichtet von berührenden und
bereichernden Erfahrungen mit den PatientInnen: „“Ich glaube an die
Magie der Musik. Ich spüre ganz stark, wie die Patienten eins zu eins
mein Spiel übernehmen. Sie saugen das auf. Ich gehe dann ganz ausgelaugt
weg.“

Für Zielinski und den Vorstand der Wiener Philharmoniker, Clemens
Hellsberg, symbolisiert diese Zusammenarbeit noch viel mehr: „,Mit den
besten Kräften, das Beste auf die beste Weise‘: Dieses Motto stellte
Otto Nicolai im Jahre 1842 dem ersten Konzert unseres Orchesters voran.
Wir wissen, dass wir stets bemüht sein müssen, dieser zeitlosen
Herausforderung, welche die Kunst an uns stellt, gerecht zu werden; wir
wissen aber auch, dass wir als Spitzenorchester eine zusätzliche
Verpflichtung haben, die über das bloße Musizieren hinausgeht: Kunst hat
immer auch eine zutiefst humane Botschaft“, so Hellsberg.

Spitzenleistungen in Kultur und Wissenschaft werden in Österreich noch
immer oft zu wenig gewürdigt oder gar misstrauisch betrachtet. „Begriffe
wie Elite und Exzellenz sind in Österreich noch immer negativ besetzt.
Mit diesem Projekt zeigen zwei Elite-Institutionen, dass ihre Leistungen
allen Menschen helfen können“, so Zielinski.

Forschung, Bildung und die Kultur abseits der Unterhaltungsindustrie
interessiere nur sehr wenige Menschen. „Gerade in Zeiten wie diesen sind
solche beständigen Werte wie Kultur, Forschung, Wissenschaft wichtige
Säulen der Gesellschaft, die auch dementsprechend attraktive Partner für
Industrie und Wirtschaft sind,“ appellieren die beiden Protagonisten
ihres Bereiches.

Rückfragen bitte an:
Mag.a Nina Hoppe
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring
Tel.: 01/ 40 160 11 502
E-Mail: pr@meduniwien.ac.at
Spitalgasse 23, A – 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at

Ing. Klaus Dietl
Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring
Tel.: 01/ 40 160 11 503
E-Mail: pr@meduniwien.ac.at
Spitalgasse 23, A – 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at

About the Author

Administrator

Comments are closed.